Zum Inhalt wechseln

Chemikalien in Kosmetika

In Europa verwenden wir durchschnittlich mindestens sieben verschiedene Kosmetika pro Tag. Sie reichen von Hygieneprodukten wie Seife, Shampoo, Deodorant und Zahnpasta bis hin zu Schönheitsprodukten wie Parfüms und Make-up. Kosmetik enthält viele Chemikalien – werfen Sie einen Blick auf das Etikett mit den Inhaltsstoffen.

Europa hat weltweit die umfangreichsten Gesetze über Kosmetika. Die Kosmetikverordnung enthält eine Liste, in der die Stoffe aufgeführt sind, die verwendet werden dürfen, die besonderen Beschränkungen unterliegen und die verboten sind.

Einige Chemikalien in Kosmetika können allergische Reaktionen hervorrufen. Diese Inhaltsstoffe sind oft von Menschenhand hergestellt, können aber auch natürlichen Ursprungs sein. Das Prädikat „natürlich“ bedeutet daher nicht zwangsläufig mehr Sicherheit.

Die Stoffe, die Allergien auslösen können, sind häufig Konservierungsstoffe und Parfüms. Konservierungsstoffe dienen dazu, die Haltbarkeit eines Produktes zu verlängern und Bakterien abzutöten, die sonst auf dem Produkt wachsen würden.

Wer ist für die Sicherheit von Kosmetika verantwortlich?

Vor dem Verkauf eines Kosmetikprodukts muss der Hersteller sicherstellen, dass sein Produkt eine wissenschaftliche Bewertung seiner Sicherheit durchläuft. Er muss den europäischen Behörden die Bewertungsinformationen über ein Notifizierungsportal für Kosmetika übermitteln, aus dem hervorgeht, dass der in dem Produkt verwendete Stoff kein Gesundheitsrisiko darstellt.

Die Behörden in den einzelnen EU-Ländern führen Marktüberwachungen und Produkttests durch. Sie können Produkte, die verbotene Chemikalien enthalten, aus dem Verkehr ziehen. Diese werden der Europäischen Kommission gemeldet, die die Informationen an alle EU-Länder weitergibt.

Sie können eine wöchentliche Zusammenfassung der Produkte abonnieren, die in einem oder mehreren der EU-Länder aus dem Verkehr gezogen wurden, weil sie sich als unsicher erwiesen haben.

Nanomaterialien

In Kosmetika ist ein Nanomaterial ein unlösliches oder biopersistentes und bewusst hergestelltes Material. In der EU müssen Unternehmen angeben, ob ihr kosmetisches Produkt Nanomaterialien enthält.

Nanomaterialien, die als Farbstoffe, Konservierungsmittel und UV-Filter verwendet werden, müssen von der Europäischen Kommission genehmigt werden, bevor sie in Kosmetika verwendet werden können. 

Nanomaterialien sind in der Liste der Inhaltsstoffe mit dem Wort „nano“ in Klammern hinter dem Namen des Stoffes zu kennzeichnen.

Keine Tierversuche

Seit 2004 ist es in Europa nicht mehr erlaubt, Kosmetika an Tieren zu testen. Außerdem ist es in Europa verboten, Kosmetika, die an Tieren getestete Inhaltsstoffe enthalten, in Verkehr zu bringen.

Dennoch werden viele Inhaltsstoffe, die in Kosmetika enthalten sind, auch in anderen Produkten wie Pharmazeutika, Waschmitteln und Lebensmitteln verwendet. Einige dieser Stoffe können daher nach diesen Gesetzen immer noch Gegenstand von Tierversuchen sein. Es gibt immer noch einige Tests, die noch nicht durch zuverlässige, tierversuchsfreie Methoden ersetzt werden können, aber die EU und die internationale Gemeinschaft arbeiten daran, mehr zu entwickeln.


Route: .live1