Zum Inhalt wechseln

Chemikalien in Kunststoffprodukten

Kunststoff macht uns das Leben in vielerlei Hinsicht leichter, aber einige Kunststoffprodukte enthalten Chemikalien, die unsere Gesundheit schädigen können – wie z. B. Bisphenol A oder einige Phthalate.

Wir verwenden viele Produkte, die aus Kunststoff hergestellt sind. Der Bildschirm, auf dem Sie das hier lesen, enthält wahrscheinlich eine Art Kunststoff; wir trinken Wasser aus Kunststoffflaschen und unsere Kinder spielen mit Spielzeugen aus Kunststoff. Die beiden wichtigsten Stoffe, auf die in Kunststoffen zu achten ist, sind das in einer Vielzahl von Konsumgütern verwendete Bisphenol A (BPA) und bestimmte Phthalate, die häufig in Spielzeug vorkommen.

Bisphenol A – ein Schlüsselbestandteil in der Kunststoff- und Harzherstellung

Bisphenol A (BPA) ist ein Stoff, der bei der industriellen Herstellung von Polycarbonat-Kunststoffprodukten verwendet wird. Dazu zählen verschiedene gebräuchliche Konsumgüter wie wiederverwendbares Kunststoffgeschirr und Trinkflaschen, Sportausrüstung, CDs und DVDs. Mit Expoxidharzen, die BPA enthalten, werden die Innenflächen von Wasserrohren und von Lebensmittelkonserven und Getränkedosen beschichtet, um ihre Haltbarkeit zu verlängern und um zu verhindern, dass die Lebensmittel oder Getränke einen metallischen Geschmack annehmen. Es wird auch bei der Beschichtung von Kassenbons eingesetzt.

BPA wurde als endokriner Disruptor eingestuft, was bedeutet, dass es toxische Auswirkungen auf unsere Fortpflanzungsfähigkeit hat. 

Phthalate – Weichmacher für Kunststoffe

Phthalate sind Chemikalien, die häufig als Weichmacher für PVC-Kunststoffe eingesetzt werden. Um Kunststoff flexibler zu machen, werden Weichmacher benötigt, die in den meisten Fällen Phthalate sind.

Einige Phthalate sind jedoch gesundheitsschädlich. Beispielsweise werden die folgenden Phthalate als fortpflanzungsgefährdende endokrine Disruptoren eingestuft, was bedeutet, dass sie die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen können.

Welche Maßnahmen ergreift die EU zum Schutz der Verbraucher?

BPA ist besonders schädlich für Säuglinge, deren Körper nicht in der Lage ist, es auszuscheiden. Die Verwendung von BPA in Babyfläschchen wurde in der EU 2011 verboten. Die EU hat außerdem eine Obergrenze für die Menge an BPA festgelegt, die aus Spielzeug für Kinder bis zu einem Alter von drei Jahren und aus Spielzeug, das Kinder in den Mund stecken, austreten darf.

Im Jahr 2007 hat die EU die Verwendung von DEHP, BBP, DBP und DIBP in allen Spielzeugen und Babyartikeln verboten. Sie können aber auch in anderen Kunststoffprodukten enthalten sein.

Warnungen über gefährliche Produkte

Jede Woche veröffentlicht die Europäische Kommission eine Liste von gefährlichen Nicht-Lebensmittel-Produkten, die auf dem EU-Markt gefunden wurden und die nicht mit den EU-Chemikalienvorschriften übereinstimmen. Unter diesen Produkten findet sich häufig Kunststoffspielzeug, das die endokrin disruptiven Phthalate DEHP, BBP, DBP und DIBP enthält.

Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, können Sie die Warnungen der Kommission auf der RAPEX- Warnungen-Seite unten mitverfolgen.

Weitere Informationen


Route: .live1