Zum Inhalt wechseln

Mit Nanotechnologie verbesserte Produkte

Leichtes Gewicht und hohe Festigkeit sind einige der Eigenschaften, aufgrund derer Nanoformen heute gerne in vielen Konsumgütern verwendet werden. Wenn Sie sich das nächste Mal ein neues Fahrrad anschaffen, kann es gut sein, dass Sie sich auf Nanopartikel setzen.

Nanomaterialien kommen in zahlreichen Konsumgütern zum Einsatz. So werden beispielsweise Kohlenstoffnanoröhren und Graphen bei der Herstellung von Tennisschlägern verwendet, um die Festigkeit und Schlagkraft der Schläger zu erhöhen. Titandioxid wird in Sonnenschutzmitteln als UV-Filter zum Schutz vor Sonnenbränden eingesetzt, um nur einige Beispiele zu nennen.

Wo finde ich sie?

Nachstehend finden Sie einige Produktkategorien, in denen man häufig mit Nanotechnologie verbesserte Produkte vorfindet:

  • Elektronische Geräte und Sonnenkollektoren
  • Kosmetika
  • Farben und Tinten
  • Sportausrüstungsgegenstände
  • Textilien
  • Arzneimittel

Wenn Sie im Winter gerne Ski fahren, wissen Sie, wie wichtig es ist, dass die Skier auf dem Schnee gut gleiten. Zur Verbesserung des Gleitvermögens sind manche Skier daher mit Nanomaterialien beschichtet. Manche modernen Rennräder sind sehr leicht. Bergauffahren auf einem schweren Stahlrahmen macht nur wenig Spaß, wenn Sie nicht gerade unbedingt ein paar zusätzliche Kalorien verbrennen möchten. Ein leichterer Rahmen macht das Fahrrad schneller.

Manche mit Kohlenstoffnanoröhren verstärkten Fahrradrahmen wiegen ganze 1 055 Gramm und übertreffen dabei die Festigkeit von Stahlröhren dennoch um das 400-Fache. Keine schwere Wahl, wenn man bei der Tour de France startet und in den Pyrenäen als Erster am Gipfel ankommen will. Oder auch dann, wenn man einfach nur auf dem Weg zur Arbeit spät dran ist.

Ein weiteres oft verwendetes Nanomaterial ist Nanosilber. Dieses findet man in Waschmaschinen, Krankenhausausrüstung, Sportkleidung, Lebensmittelverpackungen und Nahrungsergänzungsmitteln. Der Vorteil von Nanosilber ist seine antibakterielle Wirkung. Diese sorgt dafür, dass Ihre Kleidung weniger stark riecht, wenn Sie es mit dem Rad schließlich auf den Gipfel des Berges geschafft haben.

Neue transparente Sonnenschutzmittel

Wenn Sie jemals ein Sonnenschutzmittel verwendet haben, dann hatten Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Nanotitandioxid in Ihren Händen.

Titandioxid ist eines der meistverwendeten Nanomaterialien in Konsumgütern. In Sonnenschutzmitteln schützt es uns vor der ultravioletten (UV-)Strahlung der Sonne. Sie erinnern sich vielleicht noch an die früher üblichen klebrigen weißen Sonnenschutzlotionen. Dank der Nanotechnologie wurden inzwischen mithilfe von unsichtbaren Partikeln im Nanomaßstab transparente Sonnenschutzmittel entwickelt, die genauso gut wirken.

Aus Sonnenlicht wird Elektrizität

Sonnenschutzmittel sind nicht das einzige Erzeugnis, das die Sonne mit der Nanotechnologie verbindet. Auch zur Verbesserung der Funktion von Sonnenkollektoren wird Nanotechnologie eingesetzt. Nanomaterialien helfen, die Kollektoren sauber zu halten, und verbessern zudem die Fähigkeit der Kollektoren, Sonnenenergie aufzunehmen und in Elektrizität umzuwandeln.

Dies sind nur einige Beispiele, doch die Liste der Konsumgüter, die Nanomaterialien enthalten, ist nahezu unendlich. Wenn Sie sich zu Hause oder in Ihrem Büro umsehen, finden Sie möglicherweise Nanomaterialien in Produkten wie Tintenstrahldrucker- und Tätowierungsfarben, Schwangerschaftstests, Deodorants, Zahnpasta, Kunststofftrinkflaschen, wasserabweisender Kleidung, Tennisschlägern, Autoreifen, Golfschlägern, Computermonitoren und Fernsehbildschirmen, Kaugummis und als Farbstoffe in Süßigkeiten.

Lesen Sie mehr über Nanomaterialien und wo sie verwendet werden.
Logo der Beobachtungsstelle der Europäischen Union für Nanomaterialien

Route: .live2